Thomas Meyer löst Norbert Herold ab

Wechsel an JFG-Führungsspitze – neue Vereinsstruktur bei Hauptversammlung präsentiert
Der neue erste Vorstand der JFG Auerbacher Land heißt seit Freitag um 20.54 Uhr Thomas Meyer. Der 40-Jährige erhielt bei Mitglieder-Jahreshauptversammlung im Sportheim in der Degelsdorfer Straße 24 von 25 Stimmen (eine Enthaltung). Norbert Herold kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr, so dass ein Nachfolger per Akklamation gewählt werden musste. Da laut bisheriger Satzung mehr als 50 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder (40) anwesend waren, war die Versammlung beschlussfähig.
 
Gute Wahl
„Ich mache das für die Kinder und für die JFG“, sprach Meyer nach dem fast einstimmigen Votum ohne Gegenkandidaten und betonte: „Eine Vereinsbrille wird es bei mir nicht geben“, so der Auerbacher, der in zwei von vier Stammvereinen Mitglied ist und seine beide Söhne in der JFG spielen.
Nach dem Rücktritt von Günter Schleicher als Jugendleiter machte sich die Vorstandschaft intensiv Gedanken darüber, der 2003 gegründeten JFG gemäß Satzung eine neue Vereinsstruktur zu geben. Nach dem Beitritt des FC Troschenreuth im August spielen in dieser Saison 142 Jugendliche in acht Teams mit 20 Trainern bzw. Betreuern, wobei die vier Alterstufen von den D- bis zu den A-Junioren jeweils mit zwei Mannschaften besetzt sind.
 
Im Organigramm sieht es nun wie folgt aus: 
 
Vorstandschaft
1. Vorstand Thomas Meyer (Vereinsleitung, Sitzungs-vorsitzender), 2. Vorstand Werner Schnödt (Cheftrainer, Sportlicher Leiter), 3. Vorstand Hans Beyer (Passwesen, Sportplätze). Kassenvorstand Christian Diertl (Kassenführung, Zahlungs-verkehr, Abrechnung mit Vereinen).
 
Verwaltung
Schriftführer Uwe Ditz, Jugend und Schiedsrichterwesen Harald Saß, Webmaster Karlheinz Schmid, Beisitzer Steffen Weihrich (SV 08 Auerbach), Andre Gradl (SC Glückauf Auerbach), Richard Schleicher (ASV Michelfeld) und Thomas Neukam (FC Troschenreuth).
 
Drei Worte: Jugend, Fördern und Gemeinschaft
Thomas Meyer erläuterte die ursprüngliche Bedeutung der drei Worte hinter dem Namen JFG – Jugend, Fördern und Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang bat er auch alle Eltern und Interessierte, diese Gemeinschaft zu stärken und die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen sowie zu würdigen. „Ausflugsfahrten, Veran-staltungen und Austausch mit Laneuveville werde ich vorantreiben“, so Meyer. Am Freitag, 3. Dezember wird eine gemeinsame Weihnachtsfeier organisiert. Am 8. Januar findet ein Hallenturnier mit den Sportfreunden aus der Partnerstadt Laneuveville statt, am 15. und 16. Januar ist die JFG Ausrichter von Turnieren um die Hallenkreismeisterschaft im Spielkreis Erlangen/Pegnitz-grund. Auf dem sportlichen Sektor ist angedacht, mit dem Sportlichen Leiter Werner Schnödt (49) regelmäßig auch Trainer-Stammtische abzuhalten. Für die jungen Aktiven besteht die Möglichkeit, ein „Ausstattungspaket“ (Regen-jacke, Aufwärm-Shirts, etc.) zu erwerben. „Wir werden nicht nur Fußballtalente ausbilden, aber jeder Jugendliche der JFG wird in Zukunft in seinem Stammverein gebraucht“, so Meyer.
 
Danke Norbert
Der neue erste Vorstand bedankte sich bei Norbert Herold für seine zweijährige Tätigkeit als Frontmann mit einem Geschenk. „Ich sehe keine Chance, dieses Amt entsprechend weiterzuführen“, bedauerte Herold, der ab November in Frankfurt beruflich tätig sein wird. Als feststand, dass Thomas Meyer den Posten übernehmen wolle, sei ihm „wohler ums Herz geworden“. Für die nächsten drei bis vier Jahre blickt Herold trotz weiter geburtenschwacher Jahrgänge rosig in die Zukunft: „Wir dürfen aber nicht aufhören, Jugendfußball attraktiv zu halten“, appellierte Herold. Den Beitritt des FC Troschenreuth konnte er nur positive Seiten abgewinnen: „Es war toll, was abgelaufen ist, besonderer Dank an Harald Saß“.
 
weg von Alkohol und Drogen
Den gleichen Gedankengang wie Meyer verfolgt Werner Schnödt. „Es geht nicht alleine um Erfolg, sondern in erster Linie darum, die Jugendlichen sinnvoll zu beschäftigen, weg von Alkohol und Drogen“, stellte der 49-Jährige klar. „Da bieten wir unseren Kindern schon Anlaufstellen, hier ist etwas, wo sie gut aufgehoben sind“. Schließlich dient Fußball auch der sozialen Integration und sozialen Entwicklung. Diese Grundeinstellung möchte Schnödt auch an die Eltern weitergeben, was viel wichtiger sei als „nur“ Platz drei bis acht in der Abschlusstabellen der vergangenen Saison.
 
Finanzen
Christian Diertl, Vorstand Finanzen, gab einen Einblick die derzeitige finanzielle Ausstattung des Vereins und berichtete von einem noch positiven Kassenstand. Der nächste Haushalt wurde etwas geringer als in der vergangenen Saison angesetzt. Diertl bedankte sich bei den Versicherungsagenturen Trenz und Stachowsky für die Unterstützung bei der Anschaffung von neuen Trainingsanzügen, wobei der JFG keine Kosten entstanden seien. Kassenprüfer Franz Popp hatte mit Peter Lindner und Dieter Hofmann „keinerlei Beanstandungen“.
 
Die Satzung wird in drei Punkten aktualisiert: Ein neues Logo muß geschaffen, der neue vierte Stammverein FC Troschenreuth namentlich erwähnt werden und ein Passus wird dahingehend abgeändert, dass die Mitgliederhauptversammlung zu-künftig „unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder“ beschlussfähig ist.
 

Auerbachs erster Bürgermeister Joachim Neuß, der zusammen mit dem Sportbeauftragten der Stadt Herbert Lehner anwesend war, überreichte ein Geldkuvert und meinte in seinen Grußworten: „Ich bin mit positiver Vorfreude hierher gegangen. Erfolg ist nicht der alleinige Maßstab. Ihr seid ein Erfolgsmodell als Jugend-Kollektiv in der Region“.

 

Text: (Ralph Strobl)